Expertenkommission Städte und Klimawandel
Das wichtigste Ziel der Kommission „Städte und Klimawandel“ ist es, vor dem Hintergrund des Klimawandels ein neues Verständnis moderner Städte und ihrer Produktion, ihres Konsums und Transportwesens sowie der Abfallentsorgungssysteme zu schaffen.
Vier WFC-Ratsmitglieder haben eingewilligt, Mitglieder der Kommission zu werden: Professor CS Kiang, Kaarin Taipale, Ashok Khosla und Fabio Feldman. Das Projekt wird derzeit von Herbert Girardet und Stefan Schurig umgesetzt. Iris Gust wurde von der HafenCity Universität als wissenschaftliche Koordinatorin der Kommission eingesetzt.
Neben den Ratsmitgliedern werden 12 weitere Mitglieder für die Mitarbeit in der Kommission ausgewählt. Darunter sind Nicholas You, UN Habitat, Nairobi, Peter Head, Leiter von Sustainable Urbanism, London, Prof. Peter Droege, Newcastle University, Australien, und Dr. Eric Martinot, Institut für nachhaltige Energiepolitik (ISEP), Tokio.
Die Kommission wird sich zweimal pro Jahr treffen. Bei jedem Treffen werden die Mitglieder drei bis vier Themen erörtern, zu denen sie Berichte erstellen werden, um bestmögliche Strategien für eine nachhaltige urbane Entwicklung als Grundlage der zukünftigen Kommissionsarbeit zu benennen.
Hintergrund:
Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung und sogar bis zu 80 Prozent in den reicheren Ländern lebt in Städten. Obwohl sie nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken, verbrauchen Städte mehr als 80 Prozent aller Ressourcen. Laut Nicky Gavron, der früheren stellvertretenden Bürgermeisterin von London, tragen Städte eine besondere Verantwortung bei der Senkung von Emissionen, weil sie einen hohen Energieverbrauch aufweisen und besonders anfällig für Auswirkungen des Klimawandels wie zum Beispiel Hochwasser und Hitzewellen sind.
Es gibt ein wachsendes Angebot verfügbarer Technologien und Strategien, um die Auswirkungen städtischer Siedlungen auf die globale Umwelt und Atmosphäre massiv zu verringern. Die wichtigste Aufgabe der Kommission ist die Prüfung dieser Möglichkeiten, das Skizzieren von Beispielen und Strategien entsprechend einer „Best Practice“ rund um den Globus und die Diskussion ihrer Umsetzungsperspektiven. Die Kommission zielt auf folgende Punkte ab:
• die Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins für das Problem der städtischen Verantwortung im Zeitalter des Klimawandels,
• das Erkennen der wichtigsten Hemmnisse für den Fortschritt und die Erleichterung des Wissensaustausches
• und das Erkennen staatlicher Reaktionen.